Kapitel 7. Die Slit

Eine der am häufigsten gestellten Fragen lautet: "Was ist die Slit?". Im Endeffekt habe ich die Frage ganz nach oben in die FAQ kopiert um dafür zu sorgen, dass danach nicht mehr 10mal täglich in #fluxbox gefragt wird, und um dem Mythos ein Ende zu machen "Slit ist nur ein anderer Name für die Toolbar".

Die Slit ist einer der vielen Teile von Fluxbox, die von Blackbox übernommen wurden. Sie ist dazu gedacht, WindowMaker Dockapps aufzunehmen, (sowie alles andere, was im sogenannten 'withdrawn' ('zurückgezogen') oder 'swallowed' Modus läuft). Solche Anwendungen haben oft eine Option -w, manche laufen aber auch automatisch im 'withdrawn'-Modus.

Zuerst muss sichergestellt sein, dass die Slit in Ihrer Version von Fluxbox mit kompiliert wurde. Normalerweise kann man davon ausgehen dass dies der Fall ist. Soweit mir bekannt ist, enthalten alle Pakete verschiedener Distributionen Fluxbox mit Slit. Wenn Sie denken, dass Sie ohne Slit besser zurechtkommen, kann diese vor dem Kompilieren abgeschaltet werden. Bedenken Sie jedoch, dass eine leere Slit keinen Platz auf dem Bildschirm benötigt, und auch nur wenig Speicher. Daher ist es im Normalfall nur notwendig, die Slit komplett abzuschalten, wenn sie mit anderer Software zu Konflikten führt.

Sie können jede 'dockfähige' Anwendung ausführen. Zum Beispiel enthält xmms immer das Tool wmxmms. Führen Sie einfach wmxmms & aus, und das Programm erscheint in der Slit. Wie oben erwähnt, benötigen manche Anwendungen (zum Beispiel gkrellm) die Option -w, damit sie in der Slit auftauchen.

Wo bekomme ich Dockapps?

Ein guter Ausgangspunkt ist the Dockapp warehouse. Dort gibt es eine sehr große Sammlung verschiedener Dockapps. Außerdem könnten Sie bei Freshmeat schauen, oder in den Paketen Ihrer Distribution nach Dockapps suchen.

Die bbtools Website enthält viele Blackbox/Fluxbox Tools, von denen die meisten in der Slit laufen können.

Wenn Sie KDE-Unterstützung aktiviert haben, erscheinen auch KDE Dock-Applets in der Slit.

Dockapps.Org ist eine neue Website, die ausschließlich Dockapps gewidmet ist.

Kann ich das Verhalten der Slit beeinflussen?

Selbstverständlich. Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf den sichtbaren Teil der Slit, und wählen Sie dort die gewünschten Optionen. Die meisten Optionen sind genau identisch mit denen der Taskbar. Die einzige nicht identische Option ist Direction. Die Slit kann entweder Horizontal oder Vertical laufen.

Es gibt außerdem eine Maximize Over Slit Option im Konfigurationsmenü - diese erlaubt es maximierten Fenstern, die Slit zu verdecken.

Ich will dass meine Dockapps ihre Reihenfolge beibehalten!

Ab Fluxbox 0.1.10 ist dies möglich, indem eine Datei namens slitlist verwendet wird. Hier einige Anweisungen zur Benutzung:

Die aktuelle Anordnung der Dockapps wird in einer Datei gespeichert, üblicherweise ~/.fluxbox/slitlist. Wenn Dockapps in die Slit geladen werden, versucht Fluxbox die vorherige Anordnung wiederherzustellen. Dazu werden die Namen früher schon einmal ausgeführter Dockapps abgeglichen.

Es gibt eine einfache Lösung, wie Sie die Dockapps so anordnen können wie Sie möchten:

Dockapps anordnen

  1. Starten Sie Fluxbox ohne Dockapps.

  2. Starten Sie Ihre Dockapps individuell in der Reihenfolge, die Sie wünschen.

  3. Fügen Sie Ihre Dockapps wieder zum Autostart-Skript hinzu, zum Beispiel .xinitrc oder .xsession. Hier ist die Reihenfolge egal.

Diese Reihenfolge wird standardmäßig in ~/.fluxbox/slitlist gespeichert und wird dann in zukünftigen Fluxbox-Sessions beibehalten.

Sie können manuell die Datei slitlist bearbeiten. Es handelt sich dabei um eine simple Liste von Fensternamen, pro Dockapp eine Zeile. Diese Datei sollte bearbeitet werden, während Fluxbox nicht läuft. Ansonsten könnten die Änderungen möglicherweise überschrieben werden.

Sie haben auch die Möglichkeit, einen anderen Ort für slitlist zu wählen. Folgende Zeile in init ändert den Pfad:

Beispiel 7-1. Slitlist Pfadangabe

    session.slitlistFile: /home/me/etc/slitsort

Beachten Sie bitte, dass es keine Option gibt um das Sortieren gänzlich abzuschalten. Wir sehen in zufälliger Sortierung keinen besonderen Vorteil.